Wenn die Website keine Anfragen bringt, sieben typische Ursachen
Eine Website, die keine Anfragen bringt, fällt selten durch einen großen Fehler auf. Sie sieht ordentlich aus, sie ist online, und hin und wieder ruft sogar jemand an. Was fehlt, sind die vielen Menschen, die kurz vorbeischauen und wieder gehen. Niemand meldet sich, um zu sagen, warum.
Wenn eine Website keine Anfragen bringt, obwohl Besucher kommen, liegt es fast immer an wiederkehrenden Hürden. Die Seite lädt zu langsam, sie funktioniert am Handy schlecht, das Angebot ist nicht sofort zu verstehen, oder der nächste Schritt fehlt. Dazu kommen Formulare, die zu viel verlangen, fehlende Belege für Vertrauen und eine Seite, die Google kaum findet. Jede dieser Hürden lässt sich prüfen, die meisten lassen sich mit überschaubarem Aufwand beheben.
Die Seite lädt zu lange
Wer eine Seite aufruft und nach zwei, drei Sekunden noch immer auf eine weiße Fläche schaut, ist schnell wieder bei den Suchergebnissen. Ladezeit ist deshalb kein Technikthema für später. Sie entscheidet, ob ein Besuch überhaupt beginnt.
Die häufigsten Bremsen sind schnell aufgezählt. Bilder in voller Kameragröße, die nur klein angezeigt werden, Baukästen und Page-Builder, die bei jedem Aufruf viel Code mitschicken, und eine Reihe von Erweiterungen, die niemand mehr braucht. Dazu kommen günstige Hostingpakete, die unter Last spürbar langsamer werden.
Ein schneller Selbsttest ist Google PageSpeed Insights. Das Werkzeug misst kostenlos, wie schnell eine Seite sichtbar wird und ob beim Laden etwas springt. Nach dem Redesign für InterAlpen Immobilien ist die Seite nach 0,4 Sekunden sichtbar und erreicht am Desktop 97 von 100 Punkten. Wie das entstanden ist, zeigt das Projekt InterAlpen Immobilien.

Am Handy verrutscht etwas
Ein großer Teil der Besucher kommt mit dem Smartphone. Wenn dort Texte über den Rand laufen, Knöpfe zu klein sind oder ein Menü nicht aufgeht, ist der Besuch vorbei, bevor er begonnen hat. Am eigenen Rechner fällt das oft niemandem auf.
Besonders tückisch sind Elemente, die erst nach dem Laden erscheinen, etwa ein Cookie-Hinweis, der den halben Bildschirm verdeckt, oder ein Chat-Fenster über dem Kontaktknopf. Am Desktop stören sie kaum, am Handy versperren sie genau den Weg zur Anfrage.
Der einfachste Test dauert eine Minute. Die eigene Website auf dem Handy öffnen, einmal bis unten scrollen und versuchen, Kontakt aufzunehmen. Alles, was dabei stockt, stockt auch bei Interessenten.
Das Angebot ist nicht sofort zu verstehen
Besucher entscheiden in wenigen Sekunden, ob sie richtig sind. Dafür brauchen sie gleich im ersten Bild drei Antworten, nämlich was angeboten wird, für wen und in welcher Region.
Viele Startseiten beginnen mit einem schönen Bild und einem allgemeinen Satz über Qualität und Leidenschaft. Das wirkt freundlich, beantwortet aber keine der drei Fragen. Eine klare Überschrift, die das Angebot in einfachen Worten nennt, bringt oft mehr als jedes neue Design.

Der nächste Schritt fehlt
Selbst überzeugte Besucher brauchen eine klare Einladung. Fehlt ein sichtbarer Knopf für die Anfrage, steht die Telefonnummer nur ganz unten oder führt der Kontakt auf eine Seite mit langen Hinweisen, geht ein Teil der Interessenten verloren.
Ein guter nächster Schritt ist auf jeder Seite zu sehen, sagt in wenigen Worten, was passiert, und passt zum Thema der Seite. Auf einer Leistungsseite ist das die Anfrage zu genau dieser Leistung, nicht ein allgemeines Kontaktformular.
Das Formular verlangt zu viel
Jedes Pflichtfeld ist eine kleine Hürde. Wer für eine erste Anfrage Firmengröße, Budget, Wunschtermin und eine ausführliche Beschreibung angeben muss, bricht oft ab. Für den Anfang genügen Name, ein Kontaktweg und eine kurze Nachricht.
Was darüber hinaus nützlich ist, lässt sich mit Auswahlfeldern abfragen, die schnell anzuklicken sind. Gut funktioniert auch ein Formular in mehreren kurzen Schritten, bei dem jede Frage für sich steht und die Kontaktdaten erst am Ende kommen. Wer schon drei Fragen beantwortet hat, bricht seltener ab. Wichtig ist auch, dass nach dem Absenden eine klare Bestätigung erscheint und eine Mail ankommt. Sonst bleibt die Unsicherheit, ob die Anfrage angekommen ist.
Vertrauen ist nicht zu sehen
Online fehlt der Händedruck. Ersatz sind echte Belege. Bewertungen mit Namen, Referenzen mit nachvollziehbaren Ergebnissen, echte Fotos von Team und Räumen statt Bilder aus Datenbanken.
Beim Relaunch für APROPOS Immobilien zeigt die neue Website deshalb echte Fotos von Team und Büro. Mehr dazu auf der Seite zum Projekt APROPOS Immobilien. Kleine Dinge zählen ebenfalls, etwa ein vollständiges Impressum, eine aktuelle Jahreszahl im Fuß und eine erreichbare Telefonnummer.
Google findet die Seite kaum
Eine Website kann noch so gut gemacht sein, ohne Besucher bringt sie keine Anfragen. Die kostenlose Search Console von Google zeigt, wie viele Seiten im Index stehen, bei welchen Suchanfragen die Seite erscheint und wie oft sie angeklickt wird.
Ein guter erster Blick gilt den Suchanfragen, für die die Seite schon erscheint. Stehen dort vor allem der Firmenname und kaum Begriffe zu den Leistungen, wird die Seite fast nur von Menschen gefunden, die das Unternehmen bereits kennen. Neue Kunden kommen so kaum dazu.
Häufige Ursachen für wenig Sichtbarkeit sind fehlende Unterseiten für einzelne Leistungen, doppelte oder leere Seitentitel und alte Adressen, die nach einem Umbau ins Leere führen. Auch ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil gehört dazu, gerade für regionale Anbieter.
Wenn die Website keine Anfragen bringt, was jetzt hilft
Nicht jede Hürde verlangt eine neue Website. Manche lassen sich in einem Nachmittag beheben, etwa eine klarere Überschrift oder ein kürzeres Formular. Kommen mehrere Punkte zusammen, also langsame Technik, ein veralteter Aufbau und fehlende Unterseiten, ist ein geplanter Neubau meist günstiger als viele einzelne Reparaturen.
Was dabei wichtig ist, damit gewachsene Platzierungen erhalten bleiben, erklärt die Seite zum Website-Relaunch mit festem Preis. Wer zuerst wissen möchte, wo die eigene Seite steht, beginnt mit dem kostenlosen Website-Check.
Häufige Fragen
Wie lässt sich prüfen, ob eine Website Besucher verliert?
Die Search Console zeigt, wie oft eine Seite in der Suche erscheint und angeklickt wird. Wenig Anfragen bei vielen Klicks sprechen für Hürden auf der Seite selbst, wenig Klicks für ein Problem mit der Sichtbarkeit.
Reicht eine Überarbeitung oder braucht es einen Relaunch?
Betrifft das Problem einzelne Texte oder das Formular, reicht oft eine Überarbeitung. Sind Ladezeit, Handy-Darstellung und Aufbau gleichzeitig schwach, lohnt sich ein Neubau mit sauberer Weiterleitung der alten Adressen.
Baris Mercan
Gründer von MERADIM. Baut seit 2019 Websites für Unternehmen aus dem Raum München und ganz Deutschland. Mehr über Baris


